Scannen von Produkten überfordert Läden?
8. January 2009 von BenjaminVon Partnern, potentiellen Geldgebern und Benutzern werden wir oft gefragt, ob nicht die Geschäfte die Benutzung von barcoo verbieten werden, sobald zu viele Menschen in den Läden Preise vergleichen und sich die Transparenz über das Produkt beschaffen, die ihnen sonst verwehrt ist. Wir schließen das nicht aus, aber glauben nicht an einen Erfolg solcher Verbote.
In den USA gibt es für das bei uns im März erscheinende G1, dem ersten Handy auf der Google Android-Plattform, einen potenten Konkurrenten: ShopSavvy. Die haben eine gute Software (unser Ziel ist natürlich eine noch bessere zu machen) und in den USA und UK auch großen Erfolg damit. Dies ist nicht nur ein großer Anreiz für uns, es besser zu machen, sondern zeigt auch schön die Auswirkungen der Verknüpfung von Objekten mit Informationen aus dem (mobilen) Internet auf das reale Leben.
Es gibt dort vereinzelt Berichte über Läden, die ihre Kunden anscheinend die Benutzung solcher mobilen Hilfsmittel verbieten. Das erinnert nicht nur die dortigen Blogger, sondern auch uns an den hilflosen Kampf der Musikindustrie gegen den Tausch von MP3-Musikstücken über das Internet. Dieser Kampf schadet dem Kunden und wir hoffen, dass dieser nicht auch noch in der physischen Einkaufswelt unter verkrusteten Strukturen leiden muss.
Falls Euch so etwas passiert, dann meldet Euch bitte. Wir sammeln diese Vorfälle und werden es an die große Glocke hängen.

8. January 2009 um 14:49
[...] von Barcoo, die für ihren mobilen Preisvergleich unter anderem Ecato nutzen, wurde die Frage gestellt, ob der stationäre Handel sich nicht mit zunehmender Preistransarenz durch mobile Anwendungen [...]
19. January 2009 um 12:32
Bei einem solchen Laden, der mir verbietet, Verbraucherinformation abzurufen, die teilweise gesetzlich (!) vorgeschrieben ist, würde ich niemals einkaufen.
Ist ähnlich wie mit giftigen Pilzen: so ein Verbot erteilt so ein Laden nur einmal.
Entweder Produkte und Beratung sind gut und ihren Preis wert, dann bin ich auch bereit, entsprechend zu zahlen. Oder eben nicht, dann wird mich ein Informations-/Vergleichsverbot auch nicht dazu bringen, dort einzukaufen.
19. January 2009 um 19:56
[...] Tool in die Hand gibt, zeigt nicht nur der Erfolg von Shop-Savvy in den USA. Sondern auch erste Abwehrmassnahmen aus dem Handel, der mit Handystörsendern die allzu neugierigen Kunden aussperren [...]
20. January 2009 um 12:32
In den meisten Geschäften, besonders den großen Ketten wie Media-Markt oder Supermärkten ist Fotografieren verboten und wird auch vom Sicherheitsdienst streng überwacht. Ich hatte selbst einmal die Kamera kurz aus der Tasche gezogen und plötzlich stand wie aus dem Nichts jemand neben mir und ermahnte mich. Dementsprechend kann man das eigentlich nur in den Läden machen, die man eigentlich unterstützen will :(
24. January 2009 um 12:54
Mal ehrlich… Wenn die ersten Einzelhandelsketten damit beginnen, barcooverbote zu verhängen, dann habt ihr den Durchbruch endgültig geschafft. :) Eine solche Unterdrückung von Transparenz ließe sich leicht in den Medien skandalisieren und brächte euch (oder wenigstens der Branche insgesamt) noch mehr Öffentlichkeit.
Wie sollten sich solche Verbote eigentlich praktisch umsetzen lassen? Anti-barcoo-Klauseln in der Hausordnung, die von schulterspähenden Türstehertypen durchgesetzt werden und im Zweifel wahrscheinlich sowieso unwirksam sind? Handyblocker an der Decke? Der Schuß würde wohl gehörig nach hinten losgehen und nur den treffen, der ihn abgegeben hat.
Ich glaube nicht, daß ihr euch um dieses Thema ernsthaft Sorgen machen müßt. Rhetorische Routinefragen potentieller Investoren, mehr nicht.
24. January 2009 um 14:38
seh ich so wie phillip. transparenz zu unterdrücken kommt beim kunden nicht an und wird sich rächen. ich wünsche euch alles gute!
30. January 2009 um 21:41
Hallo barcoo,
Eure Idee ist ja ganz nett, aber mit was wollt Ihr denn Geld verdienen? Besteht nicht die Gefahr, dass durch Sponsoren auch die Unabhängigkeit darunter leidet? Wird dann die Werbung gleich mit angezeigt?
2. February 2009 um 13:40
Hallo Timo,
um auch langfristig die Transparenz für Verbraucher zu gewährleisten,
muss barcoo natürlich Umsatz schaffen. Wir planen hierfür eine Kombination aus mobilem Marketing und kostenpflichtigem Premium-Inhalten. Die gute Nachricht ist aber, dass barcoo an sich für Euch immer umsonst bleiben wird. Durch Werbeplattformen wie z.B. Google AdWords ist Unabhängigkeit gewährleistet, da der Werbetreibende und die Plattform nicht miteinander in direkten Kontakt treten.
9. July 2009 um 6:31
Hallo Zusammen,
gerade in den “Geiz ist Geil”-Geschäften hat man ein Auge darauf, ob der Kunde einen Preisvergleich macht (wurde auch schon ermahnt). Denn oft ist es so, dass nur die Lockvogel-Angebote wirklich günstig sind. Und da muss man auch schon darauf achten, ob es sich um aktuelle Modelle handelt. Meistens ist der Einzelhändler genau so günstig.
7. October 2009 um 23:20
Die Piratenpartei unterstützt, dass genau sowas nicht verboten wird.
Tranzparenz für den Bürger.
Wer weiterhin diese Anwendung benutzen will bzw. in Zukunft sogar noch einfacher und besser sollte die Piratenpartei wählen:
piratenpartei.de
klarmachen-zum-aendern.de
21. December 2009 um 17:23
Diejenigen die hier die Transparenz für den Bürger fordern sind dann auch die ersten, die sich über niedrige Gehälter bzw Entlassungen der Angestellten beschweren. Jedes Sortiment besteht aus günstigen und teuren Produkten. Wenn sich die Kunden nur noch die günstigsten rauspicken und die Möglichkeit erhalten, das Produkt zum günstigeren Preis in Laufnähe zu erhalten, geht selbst der größte Laden den Bach runter. Wenn Ihr auf den Service im Laden verzichten möchtet bestellt halt online und geht nicht in die Märkte. Aber respektiert halt das Hausrecht derer, die die Läden betreiben. Und wenn da fotografieren verboten ist, dann hat das halt den Grund daß sie auch in Zukunft leben wollen und Ihren Angestellten Gehalt zahlen wollen können..
22. December 2009 um 9:45
Hi Tom,
ich verstehe Deine Argumente. Meiner Meinung nach hat sich aber das Einkaufen in lokalen Geschäften bereits zu dem Zeitpunkt geändert, als das Online-Shopping geboren worden ist. Seit über 10 Jahren vergleichen Konsumenten Informationen und Preise von Produkten online. Und der Einzelhandel hat dadurch viele Kunden verloren. Trotzdem kaufen viele Konsumenten weiterhin lokal ein, obwohl sie wissen, dass es online billiger ist. Dafür brauchen uns die Verbraucher nicht.
Mit Diensten wie barcoo hat der Einzelhandel unserer Meinung nach sogar die Chance Kunden zurück zu gewinnen. In fast allen Einzelhandelsgeschäften fehlen uns qualifizierte und unabhängige Informationen zu einem Produkt, die wir online haben. Das hält viele vom Kauf ab. Mit barcoo ist das nicht mehr so.
Grüße, Benjamin.
9. January 2010 um 12:06
Ist barcoo völlig kostenlos??
11. January 2010 um 9:43
Hi Killer, ja barcoo ist kostenlos. Aber wenn Du keine mobile Internet-Flatrate hast, dann fallen pro Nutzung von barcoo Gebühren bei Deinem Mobilfunk-Provider an.
Siehe auch im Forum.
15. February 2010 um 3:31
Cooles Programm, aber beim BB Storm2 wird die Lokalsuche nicht unterstützt, Barcoo sagt Lokalsuche erst verfügbar, wenn GPS eingeschaltet.
Das GPS ist eingeschaltet und Funktioniert auch laut Google Maps!
Gruss Timm
15. February 2010 um 17:18
Hi Timm, Danke für den Hinweis – das schauen wir uns an.
13. July 2010 um 12:44
Mich hat heute ein Verkäufer in SaXurn aufgefordert, das “Fotografieren” zu unterlassen :(
Also neuen Markt suchen….
15. August 2010 um 13:45
cooles app, funktioniert schnell und eröffnet ungeahnte Möglichkeiten zur Produktüberprüfung, thx
Bernd
17. April 2012 um 14:16
Das Verbot des Fotografierens in Läden scheint mittlerweile immer mehr um sich zu greifen, siehe auch http://www.marketingfish.de/all/fotografieren-verboten-ist-das-erlaubt-5916/
Also wenn mir jemand verbieten möchte, mich über das Produkt zu informieren, dann gehe ich gleich raus aus dem Laden und suche mir einen anderen.