Wanted: CO2-Fußabdruck auf Produkt-Ebene
26. August 2011Vor einigen Monaten haben wir den CO2-Fußabdruck auf (ausgewählter) Kategorie-Ebene eingeführt. Der nächste Schritt ist genauso klar wie schwierig: Der CO2-Fußabdruck auf Produkt-Ebene. Die hierfür notwendigen Daten zu erheben kann so teuer sein, dass manch Hersteller sagt, es sei kein Mehrwert diese Daten für viel Geld zu erheben – sie stecken dafür lieber direkt das Geld in die Reduktion der CO2-Emissionen. Dadurch können sie dann zwar nicht messen, wie viel “Gutes” sie geleistet haben. Aber sie wissen zumindest, dass es eine positive Auswirkung hatte. Wir denken jedoch, dass mittelfristig die genaue Messung von CO2-Emissionen weniger aufwendig ist und die Basis für eine gesteuerte CO2-Reduktion legen wird.
Frosta hat 2009 als erster Lebensmittelhersteller in Deutschland am Product Carbon Footprint-Projekt teilgenommen. Mittlerweile hat das Unternehmen für sämtliche Produkte die Emission an CO2 und anderen Treibhausgasen ermittelt. Für jedes Tiefkühlprodukt wurde die gesamte Produktionskette zurückverfolgt: Rohstoffproduktion, Transporte, Lagerung, Verarbeitung, Distribution, Handel und Nutzungsphase (Einkaufsfahrt, Zubereitung, Abwaschen). Repräsentativ für die meisten Produkte lässt sich festhalten, dass die Rohstoffe mit rund 50% den höchsten Anteil an der CO2-Emission haben. Die Weiterverarbeitung und Logistik beim Produzenten machen gut 20% aus und der Verbraucher ist (durchschnittlich) mit ca. 30% beteiligt.
Beim Scan der betroffenen Frosta-Produkte erhaltet Ihr ab sofort die Angabe über den jeweiligen CO2-Verbrauch, vom Lieferanten bis zum Kunden, in Gramm. Und wir laden auch jeden weiteren Hersteller dazu ein, uns seine CO2-Informationen auf Produkt-Ebene für eine Integration bei barcoo zur Verfügung zu stellen.


