Archive for the ‘Ernährung’ Category

Versteckter Alkohol in Lebensmitteln

16. May 2011

Man kann ihn in den meisten Fällen nicht schmecken, oft nicht einmal riechen und doch steckt er in vielen Lebensmitteln, in denen wir es vielleicht gar nicht vermuten: Alkohol.

In Deutschland ist Alkohol erst ab einer Menge von 1,2 vol. % kennzeichnungspflichtig, alles was unter diesem Wert liegt, muss nicht auf der Verpackung angegeben werden. Bei lose verkauften Produkten wie zum Beispiel Kuchen beim Bäcker muss Alkohol gar nicht ausgewiesen sein. Hier lohnt es sich direkt nachzufragen. Gerne werden auch Bezeichnungen wie „Ethanol“ oder „Weinbrandessig“ in der Zutatenliste verwendet. Zwar sind diese geringen Mengen von Alkohol für den Körper nicht schädlich, jedoch sollten beispielsweise Kinder nicht bereits in jungen Jahren an den Geschmack von Alkohol gewöhnt werden. Daher ist es umso bedenklicher, dass sogar einige Produkte für Kinder, wie Kuchenschnitten oder Pausensnacks Alkohol enthalten. Eine Untersuchung der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit hat ergeben, dass nur 2 von 19 getesteten Süßwaren keinen Alkohol enthalten haben.

Auch für alkoholkranke Menschen, die „trocken“ sind, können diese Lebensmittel bedenklich sein, da allein der Geschmack von Alkohol die Gefahr eines Rückfalls steigen lässt. Bei barcoo wird Euch ab sofort ein entsprechender Hinweis angezeigt, wenn das von Euch gescannte Produkt „versteckten“ Alkohol enthalten könnte.

Jetzt in barcoo ALLES zum Ei

12. May 2011

Der Dioxin-Skandal hat Deutschland erschüttert. Hühner haben auf deutschen Bauernhöfen vergiftetes Futter gefressen. Im Januar haben wir sofort die Funktion eingebaut, dass Ihr mit barcoo potentiell Dioxin-verseuchte Eier identifizieren könnt. So weit so gut.

Das war ein sinnvoller schneller Schutz, aber wir wollen 100% Transparenz und haben deswegen nun in Kooperation mit KAT (Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen) unglaublich detailreiche Hintergrundinfos eingebaut: Neben spezifischen Infos wie der Herkunft des Eis, der Besatzdichte, den Nestern, dem Futter und der Tiergesundheit könnt Ihr tatsächlich Fotos der Hühner Eures soeben bei barcoo gesuchten Eis sehen. So sieht das aus:

Fotos des Legebetriebs und Stalls

KAT ist laut eigener Aussage “die wichtigste Kontrollinstanz in der Hennenhaltung und steht für Qualität und Rückverfolgbarkeit in der Eierproduktion.” Und ich freue mich auf meinen nächsten Supermarkt-Besuch und über ein Stückchen mehr Transparenz. Andere Hersteller, für die Rückverfolgbarkeit kein Fremdwort ist, dürfen sich gerne bei uns melden.

Ostern lieber nachhaltig Fisch essen

20. April 2011

Wir Deutschen vertilgen pro Kopf und Jahr fast 16 Kilogramm Fisch. An Ostern ist dieser besonders beliebt. Aber nicht jeder Fischart, die Ihr in Fischfrischtheken, auf Speisekarten oder im Kühlregal findet, geht es gut. Viele sind durch Überfischung in ihren Beständen bedroht. Welche das sind, erfahrt Ihr mit barcoo ganz einfach über den Barcodescan oder die Texteingabe. Bei Frischfisch ohne Strichcode oder im Restaurant tippt Ihr nämlich einfach die Fischart ein, wie zum Beispiel Pangasius oder Scholle, und wisst über deren Bestandsgefährdung Bescheid.

Fisch-Info bei barcoo

Ihr könnt also auch an Ostern mithelfen, dass auch folgende Generationen noch diese Artenvielfalt in den Meeren erleben.

Wir wünschen Euch schöne Ostertage!

zur Pressemittelung

Fukushima und Lebensmittel: Entwarnung und Transparenz

24. March 2011

Gleich vorneweg: Wir können in Europa aktuell (bezüglich Radioaktivität) bedenkenlos alle Lebensmittel aus Japan essen. Die Fakten:

Also erst einmal kein Grund zur Panik oder Angst. Jedoch gibt es auch Meinungen, die langfristig eine Gefahr für uns europäische Verbraucher sehen. Und deswegen könnt Ihr jetzt mit barcoo herausfinden, woher z.B. der Fisch stammt, den Ihr gerade kaufen wollt. Ihr könnt einfach die Fanggebiete-Nummer von der Verpackung eintippen und die entsprechende Info erhalten, ob der Fisch aus dem Nordpazifik stammt. An dieser Stelle sei auch der Hinweis angebracht, dass Ihr mit barcoo natürlich auch prüfen könnt, ob ein Fisch im Bestand bedroht ist oder nicht. Bei japanischer Sojasauce erscheint auch der entsprechende aufklärende Hinweis. Versteht uns bitte nicht falsch. Kauft viele japanische Produkte, um diesem gebeutelten Land zu helfen. Derzeit könnt Ihr aus Gesichtspunkten der Radioaktivität wirklich alle Produkte aus Japan essen. Sollte sich das ändern, erfahrt Ihr es in barcoo (und wahrscheinlich allen Medien da draußen).

Wollen Sie als Produzent von Lebensmitteln in barcoo über Ihre Produkte informieren, wenden Sie sich einfach an uns.

Fruchtige „Upgrades“ und leere Versprechen

7. March 2011

Mit Hilfe von Aromastoffen erhalten einige Früchte ein „Upgrade“ zu einer vermeintlich  hochwertigeren Frucht. Der Hersteller kann dabei Kosten im Einkauf sparen, doch der Verbraucher wird getäuscht, wenn sich beispielsweise Cranberries durch Aromastoffe und Zucker zu Kirschen oder Erdbeeren verwandeln. Zudem werden teilweise Formfrüchte durch einzelne Fruchtstücke produziert. Ähnlich wie beim Formfleisch wird Fruchtmus zusammengefügt, gefärbt und aromatisiert.

Verbraucherzentrale Hamburg

Einige Hersteller von Smoothies und Fruchtschnitten erzeugen falsche Illusionen auf ihren Verpackungen, indem sie gerade die teureren Früchte stark präsentieren. Mit einem Blick auf die Zutatenliste findet sich jedoch im Kleingedruckten, dass eben diese Frucht oftmals von der Menge her eine untergeordnete Rolle spielt.

Solltet Ihr eines der von der Verbraucherzentrale Hamburg entlarvten Produkte scannen, zeigt Euch barcoo ab sofort eine Info bzw. einen Warnhinweis an.

Lieber Natur als Aroma

25. February 2011

Wer hat nicht lieber natürlichen echten Fruchtgeschmack als künstliche Aromastoffe? Wir als Verbraucher  haben da natürlich andere Interessen als die Hersteller: Der Himbeergeschmack von 100 Kilogramm Joghurt kostet über Aromastoffe 6 Cent. Mit echten Himbeeren kostet es wiederum rund 30 Euro. Aber wir wollen jetzt niemanden anprangern, sondern die positiven Beispiele hervorheben.

Die Experten der Verbraucherzentrale Hamburg haben wieder einmal eine Lebensmittel-Analyse durchgeführt und eine Positivliste mit Lebensmitteln erstellt, die auf künstliche Aromastoffe verzichten. Diese Infos sind ab sofort in barcoo integriert. Wir denken, dass dies eine weitere wertvolle Information ist, denn zu viel Aromatisierung hat folgende Nachteile (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg):

  • Übergewicht: Aromen regen zum Mehressen an.
  • Standardisierter Einheitsgeschmack: Viele Lebensmittel sind überaromatisiert, das prägt das Geschmacksempfinden. Naturbelassenes schmeckt insbesondere Kindern nicht mehr.
  • Wertvolle Bestandteile fehlen: Wenn Aromen statt Früchte gegessen werden, fehlt es in der Ernährung an Vitaminen und Mineralstoffen.

Sollte Euer Smartphone-Akku einmal leer sein, nutzt diese grundsätzliche “Entschlüsselungs-Hilfe”.

Ohne Geschmacksverstärker – mit Imagetuner

26. January 2011

Nicht zuletzt der Dioxin-Skandal hat gezeigt, dass wir alle weiter für Transparenz  kämpfen müssen. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat wieder einmal eine Analyse durchgeführt und die sogenannten Clean Label unter die Lupe genommen. Das sind die Aussagen auf unserem Essen wie “ohne Geschmacksverstärker”, “ohne Konservierungsstoffe”, “ohne Aromastoffe” oder “ohne Farbstoffe”. Diese vermitteln auf den ersten Blick Vertrauen.

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg

Aber oft kommen einfach nur Alternativen zum Einsatz, die einem nicht so hohen “Deklarierungszwang” unterliegen. Ein Beispiel:

Wird auf dem Etikett „ohne künstliche Aromen“ geworben, kommen bei 71 Prozent der Produkte andere Aromen zum Einsatz, die laut Gesetz als nicht künstlich gelten, aber trotzdem im Labor hergestellt werden.

Und wie soll es anders sein: Ab sofort findet Ihr direkt in barcoo nach dem Scan eines solchen Produktes die entsprechende Analyse der Verbraucherschützer. Ein Stückchen mehr Transparenz.

barcoo erkennt mit Dioxin belastete Eier!

6. January 2011

Es ist schon sehr bedenklich, was in der heutigen Zeit in unser Essen gelangen kann. Nicht nur, dass wir Käse kaufen, der die Bezeichnung Käse nicht verdient (barcoo erkennt Produkte, die Analogkäse beinhalten), wir nehmen auch jeden Tag unfreiwillig Antibiotika und Pestizide zu uns. Der neueste Lebensmittelskandal schießt allerdings den Vogel ab.

Wie das Verbraucherschutzministerium NRW und die Verbraucherzentrale Hamburg berichten, lieferte der Futtermittelhersteller Harles & Jentzsch mit Dioxin belastetes Futterfett an 25 weitere Futtermittelhersteller, deren Produkte auf den Höfen in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg landeten und damit auch in Form von frischen Eiern auf unserem Tisch.

Aus diesem Grund haben wir barcoo um die Erkennung von Dioxin-verseuchten Eiern erweitert. Um festzustellen, ob das Ei von einem der betroffenen Betriebe kommt, genügt es, wenn Du den Code, der auf jedem Ei aufgedruckt ist, in den Suchschlitz der App eingibst.

So kannst Du entweder zu Hause oder direkt im Supermarkt, bevor du die Eier kaufst, mittels unserer Textsuche prüfen, ob die Eier von einem der verseuchten Höfe kommen. Wir verwenden dazu die Liste der Codes, die von der Verbraucherzentrale Hamburg veröffentlicht wird und halten sie täglich aktuell.

Wer sichergehen möchte, dass die künftig gekauften Eier unbelastet sind, sollte im Regal zu Bio-Eiern greifen. Diese sind – soweit aktuell bekannt – nicht von dem Skandal betroffen, da nach der EU-Öko-Verordnung den Futtermitteln keine isolierten Fettsäuren zugesetzt werden dürfen.

barcoo erkennt auch Bio-Eier und zeigt Dir dieses entsprechend an.

Am Ende soll uns allen eines bewusst werden: Gute Lebensmittel kosten einfach Geld und für ein gesundes Stück Fleisch darf man auch mal 15 EUR anstatt 2,60 EUR bezahlen.

Wir als Verbraucher müssen beim Thema Lebensmittel verstehen, dass “Geiz ungeil” ist. Letztendlich trifft es keinen Dritten sondern unseren Körper und unsere Gesundheit.

Halal-Quellen gesucht

1. November 2010

Viele barcoonauten haben oft spezielle Anforderungen an einen Produkt-Guide, die wir liebend gerne alle erfüllen würden: Hilfe bei Laktoseintoleranz, Histaminallergie, Glutenunverträglichkeit oder auch die Integration spezieller Shops. Oft ist es aus rechtlichen und inhaltlichen Gründen schwer diese Daten bei barcoo zu integrieren. Ähnlich ist es bei den Speisevorschriften des Islam – wir würden gerne eine virtuelle Halal-Kennzeichnung integrieren, es scheitert schlicht an den Daten.

Wenn Ihr jemanden kennt, der jemanden kennt, der umfassende Halal-Infos (idealerweise auf Produkt-Ebene) hat, dann meldet Euch bitte bei uns.

Gentechnik im Essen? barcoo sagt’s Dir!

23. July 2010

Gentechnik in unseren Lebensmitteln: ein umstrittener Dauerbrenner mit inhaltlichen Vor- und Nachteilen. Egal welche Meinung man dazu hat, wir denken, dass jeder Verbraucher bewusst wissen darf, was er konsumiert. Und da die EU nun erst einmal nein zu einer Kennzeichnung auf den Lebensmitteln gesagt hat, müssen wir das (mal wieder) virtuell lösen.

Deswegen findet Ihr ab sofort nach dem Scan eines Lebensmittels die Info (wenn sie uns aus unseren Quellen vorliegt), ob der jeweilige Hersteller bei der Produktion von Lebensmitteln auf den Einsatz von Gentechnik verzichtet oder nicht. Cool :)