Miniguide - Vitamine
Vitamine Orangen

Was sind Vitamine eigentlich?
Vitamine oder ihre Vorstufen sind essenzielle Nahrungsbestandteile. Dies bedeutet, dass unser Körper sie nicht alleine herstellen kann sondern sie von außen aufnehmen muss. Vitaminkorb, Früchte Eine Ausnahme stellt das Vitamin D dar: Der Körper kann es mit Hilfe von Sonnenlicht selbst produzieren, jedoch nicht in ausreichender Menge, so dass auch hier ein Teil über die Nahrung aufgenommen werden muss. Einige andere Vitamine werden zudem von Darmbakterien hergestellt und können dann vom Körper verwertet werden.

 
Wofür brauchen wir Vitamine?

Obwohl Vitamine keine Energie liefern, sind sie an unzähligen Reaktionen unseres Stoffwechsels beteiligt. Bei einer ausgewogenen Vitaminbilanz fühlen wir uns fit und unternehmungslustig. Wenn bei uns ein Vitaminmangel vorliegt fühlen wir uns müde und können schnell krank werden, denn nahezu alle Körperprozesse werden durch die Vitamine beeinflusst, beispielsweise: die Umwandlung von Nahrung in Energie, den Aufbau von Körpergewebe, die Stärkung des Immunsystems, die Bildung von Hormonen, die Entgiftung des Körpers, etc.

 
Vitamine auf Vorrat essen?

Bestimmte Vitamine können vom Körper gespeichert werden, so dass man diese sozusagen auf Vorrat essen kann, hier spricht man von fettlöslichen Vitaminen. Wasserlösliche Vitamine können nicht gespeichert werden und müssen dem Körper laufend über die Nahrung zugeführt werden.

Zu den fettlöslichen und somit speicherbaren Vitaminen gehören:

  • Vitamin A
  • Vitamin D
  • Vitamin E
  • Vitamin K

Zu den wasserlöslichen und somit nicht speicherbaren Vitaminen gehören:

  • Vitamin B1, B2, B5, B6 und B12
  • Vitamin C
  • Vitamin H
  • Folsäure
  • Niacin

 
Was steckt wo drin und wie viel brauch ich eigentlich wovon?

Name Tagesbedarf
eines
Erwachsenen
Was muss ich dafür essen oder trinken?
Vitamin A 0,8 - 1 mg 200 g Spinat, 2 Kakifrüchte, 10 g Leber oder 90 g Möhren
Vitamin B1 1,3 - 1,8 mg 150 g Sojabohnen, 200 g Hühnerbrust oder 250 g Haferflocken
Vitamin B2 1,8 - 2 mg 1 L Frischmilch, 400 g Champignons oder 200 g Spinat
Vitamin B5 8 - 10 mg 200 g Steinpilze, 100 g Leber, 150 g Blumenkohl oder 200 g Putenbrust
Vitamin B12 0,8 - 1 mg 150 g Rinderfilet, 100 g Fisch oder 150 g Camenbert
Vitamin C 80 - 100 mg 150 g Paprika, 2 Orangen, 1 - 2 Kiwis oder 100 ml Sanddornsaft
Vitamin D 0,5 - 0,8 mg 20 g Hering, 150 g Champignons oder 1 Avocado
Vitamin E 10 - 15 mg 1 EL Weizenkeimöl, 2,5 EL Sonnenblumenöl, 100 Sonnenblumenkerne oder 1,5 EL Distelöl
Vitamin K 1,1 - 1,6 mg 25 g Hühnerfleisch, 100 g Sauerkraut oder 200 g Spinat
Folsäure 0,4 - 0,6 mg 200 g Rosenkohl, 600 g Erdbeeren oder 300 g Brokkoli

 
Wie gehe ich richtig mit den Vitaminen um?

Vitamine sind gegenüber äußeren Einflüssen wie Hitze, Luft und Licht sehr empfindlich. Bei der Weiterverarbeitung von Lebensmitteln sollte man daher einige Dinge beachten, damit die wertvollen Stoffe möglichst lange erhalten bleiben.

 
Was den Vitamen schadet:

  • Entfernen von vitaminhaltigen Teilen (zum Beispiel zu großzügiges Schälen von Äpfeln)
  • zu langes Kochen ("Zerkochen") und Wegschütten des Kochwassers
  • zu lange Lagerung und Transport
  • zu intensives Waschen
  • längeres Warmhalten und Wiederaufwärmen von Speisen
  • zu hohe Kochtemperatur

 
Was kann ich für den Vitaminerhalt tun?

  • Tiefgefrieren
  • Obst und Gemüse aus der Region kaufen um lange Transporte zu vermeiden
  • nur saisonales Obst und Gemüse kaufen
  • kurzes Kochen und Mitverwenden des Kochwassers z.B. für Saucen
  • Garen im Wasserdampf
  • richtige Topfgröße wählen

 
Die Wirkung der Vitamine und Mangelerscheinungen

Name Wirkung Mangelerscheinugen
Vitamin A erforderlich für normales Wachstum, Funktion von Haut und Augen Wachstumsstillstand, Verhornung von Haut und Schleimhäuten, Nachtblindheit
Vitamin B1 wichtig für das Nervensystem und den Kohlehydratstoffwechsel Muskel- und Nervenstörungen, Müdigkeit, Verdauungsstörungen
Vitamin B2 stärkt das Sehvermögen, fördert die Energiegewinnung, hilft bei der Steuerung des Blutzuckerspiegels Augen-, Haut- und Nervenprobleme, Risse in den Mundwinkeln, Müdigkeit, Leistungsschwäche, starker Tränenfluss
Vitamin B12 wichtig für den Aufbau der Zellkernsubstanz, Bildung von roten Blutkörperchen perniziöse Anämie, Veränderungen am Rückenmark, nervöse Störungen, Appetitverlust, Schwindel
Vitamin C entzündungs- und blutungshemmend, fördert die Abwehrkräfte, aktiviert Enzyme Müdigkeit, Anfälligkeit für Infektionen, Gelenk- und Knochenschmerzen, Zahnfleischentzündungen
Vitamin D regelt den Calcium- und Phosphathaushalt, steuert den Knochenaufbau Knochenerweichungen- und Verkrümmungen, Schädigung der Zahnbildung- und Anordnung
Vitamin E Verhindert die Bildung von zellschädigenden Stoffen, verbessert die körpereigene Abwehr, schützt vor Muskelschwund trockene Haut, Mangel an sexueller Vitalität, neurologische Störungen, Konzentrationsstörungen, Leistungsschwäche
Vitamin K erforderlich für die normale Blutgerinnung, hemmt Pilz- und Bakterienbildung starke Blutungsneigung, ständiges Nasenbluten, häufiger Pilz- oder Bakterienbefall

Quellen:
medizininfo.de (17.06.2011)
Onmeda.de (17.06.2011)
Lebensmittellexikon.de (17.06.2011)

Bilderquelle:
stock.xchng (17.06.2011)
Andere Miniguides