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Waschmittel

Belastung der Umwelt durch Waschmittel

Allein in Deutschland werden jährlich bis zu eine Million Tonnen Waschmittel verwendet, daher gilt es die Umwelt vor dieser Last an oft unvollständig verbrauchten Inhaltsstoffen zu schützen. Viele der in Waschmitteln enthaltenen Chemikalien haben einen negativen Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt und können so früher oder später auch für den Menschen gefährlich werden. Trotz vieler Gesetze zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Waschmitteln ist die „Gefahr“ nicht vollständig gebannt. Viele der neuen Bestandteile von Waschmitteln sind nicht immer so umweltverträglich wie erhofft. So wirken zum Beispiel nichtionische Tenside in Waschmitteln, toxisch auf Gewässerorganismen wie Fische. Zudem sind viele der anorganischen Stoffe in Waschmitteln gar nicht biologisch abbaubar und verbleiben somit auf unbestimmte Zeit in der Umwelt. Zweifellos haben Gesetze und freiwillige Bestrebungen zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit beigetragen – jedoch sind heutige Waschmittel noch immer nicht soweit, als einwandfrei umweltverträglich eingestuft zu werden.

 
Alternative – Bio-Waschmittel

Erfreulicherweise gibt es aber immer mehr Hersteller, die ökologisch „vernünftige“ Waschmittel ohne umweltbelastende Chemikalien anbieten. Der Verzicht auf petrochemische Stoffe wie Konservierungsstoffe, Duftstoffe, Farbstoffe, Enzyme und Komplexbildner muss keine nachteilige Auswirkung auf das Waschergebnis haben. Bio-Waschmittel werden oft aus reinen Pflanzenseifen hergestellt. Die umweltfreundliche Basis für diese Seifen bilden Palmöle, Olivenöle, Soda und Zuckertenside. Für die Ökobilanz sind diese Inhalte zu 100 % biologisch abbaubar und die Kläranlagen werden weniger belastet.

 
Pflegekennzeichen für Textilien
Waschsymbole

Unsere Kleidungsstücke unterscheiden sich durch die verschiedenen Arten der chemischen Fasern und durch die Färbung der Textilfaser. Daher ist bei jedem Waschgang nicht nur die Temperatur sondern auch das verwendete Waschmittel von nicht unerheblicher Bedeutung. Insbesondere Naturwolle oder Seide dürfen meist nur mit Handwäsche gereinigt werden. Seit 1961 wurden daher für jedes Wäschestück Textiletiketten mit Angaben zur Wasch- und Pflegebehandlung eingenäht.

 
Die verschiedenen Waschmittelarten

Es gibt verschiedene Typen von Waschmitteln, die nach Inhaltsstoffen und dem Bereich der möglichen Waschtemperatur unterschieden werden:

  • Vollwaschmittel: Dies sind meist pulverförmige Waschmittel, die für alle Temperaturbereiche zwischen 20° C und 95° C geeignet sind. Diese können zum Waschen der meisten Textilien und Waschverfahren genutzt werden. Vollwaschmittel verlieren jedoch an Bedeutung zugunsten von Buntwaschmitteln.

  • Buntwaschmittel: Dies sind pulverförmige oder flüssige Waschmittel, die meist für eine Waschtemperatur von 20°C und 60° C geeignet sind. Diese Waschmittel sollen die wechselseitige Verfärbung von Textilien verhindern.

  • Feinwaschmittel: Diese Waschmittel enthalten im Gegensatz zu Vollwaschmitteln keine Aufheller oder Bleichmittel und sind somit vor allem für empfindliche Stoffe und geringe Waschtemperaturen geeignet.

  • Wasch-/Weichspül-Kombinationen: Einige der pulverförmigen Vollwaschmittel enthalten Substanzen, die im letzten Spülgang die Wäsche weich machen sollen, so dass ein zusätzlicher Weichspüler überflüssig wird.

 
Warum enthalten viele Waschmittel bedenkliche Inhaltsstoffe?

Die Ansprüche an Waschmittel heutzutage sind vielfältig. Dazu gehören vor allem die effektive Reinigung, die Bleichung, das Entfernen von Flecken, ein frischer Duft und auch die Desinfektion. Tatsächlich aber werden nicht alle Inhaltsstoffe auch zwingend benötigt.

 
Die wichtigsten Inhaltsstoffe
  • Tenside: Diese waschaktiven Stoffe werden zum Lösen von Fett und Schmutz aus den Textilfasern eingesetzt. Tenside lösen allerdings auch Fette aus der oberen Hautschicht und beschädigen so den Schutzmantel unserer Haut. Dadurch können Allergene und schadhafte Stoffe ganz leicht in die Haut eindringen und diese trocknet schneller aus.

  • Enzyme: Die meistens in gentechnischen Verfahren hergestellten Enzyme besitzen eine hohe Reinigungswirkung und können auch bei niedrigeren Temperaturen gute Waschergebnisse aufweisen. Allerdings besitzen Enzyme eine katalytische Wirkung und können allergische Symptome unterstützen.

  • Optische Aufheller: Diese Inhaltsstoffe sind vor allem für strahlend weiße Wäsche bekannt und beruhen meistens auf optischen Effekten. Optische Aufheller sind aber ebenso für allergene Nebenwirkungen bekannt.

  • Duftstoffe: Ein angenehmer Duft ist für die meisten Verbraucher bei frisch gewaschener Wäsche ein absolutes Muss. Synthetische aber auch natürliche Duftstoffe enthalten allerdings Proteine, welche vor allem für ihr hohes Allergenpotenzial bekannt sind. Das menschliche Immunsystem erkennt Proteine als körperfremde Substanz an und kann entsprechend abwehrend reagieren.

 
Allergien – ausgelöst durch Waschmittel?

Bei den Inhaltsstoffen von Waschmitteln gibt es 2 besonders kritische Substanzen, auf die Menschen mit Allergien reagieren können: Optische Aufheller und Duftstoffe können sogenannte photoallergische Reaktionen auslösen. Hiervon können auch Duftstoffe auf natürlicher Basis nicht ausgeschlossen werden. Nach dem Waschvorgang befinden sich in der Regel noch zahlreiche Substanzen in den Textilfasern. Dies kommt einerseits durch immer kürzere (wassersparende) Spülvorgänge und ist bei Weichspülerprodukten sogar beabsichtigt. Damit bleiben die Duftstoffe des Weichspülers länger in den Fasern und riechen frisch. Kommen diese Substanzen aber mit unserer Haut und dem Schweiß in Berührung lösen sich diese Stoffe aus dem Gewebe und lagern sich auf unserer Haut ab, was dann zu Irritationen der Haut und schweren Reizungen führen kann.

Quellen:
Wikipedia (Update: 13.09.2011)
Allergie-Waschmittel (Update: 13.09.2011)
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