Berlin, 17. März 2009 - Die Politik zögert bei der farblichen Kennzeichnung des Gehalts von Fett, Zucker und Salz in Lebensmitteln. Laut einer Emnid-Umfrage sind aber zwei Drittel der Deutschen dafür. Das Berliner Startup-Unternehmen barcoo bringt deshalb die Lebensmittel-Ampel für alle auf das Handy.
Das Berliner Unternehmen barcoo bietet jetzt die Anzeige der Lebensmittel-Ampel auf Mobiltelefonen. Der Gesetzgeber konnte sich bisher nicht zu einer Nährwertkennzeichnung auf Verpackungen durchringen. Eine aktuelle Umfrage von Emnid für die Verbraucherorganisation foodwatch ermittelte, dass mit 67 Prozent die Mehrheit der Bundesbürger für diese farbliche Kennzeichnung der Nährwerte ist.
Unabhängige Produktinformationen für die Gesundheit
Mit der kostenlosen Anwendung von barcoo kann nun jeder Verbraucher mit der Handykamera den Barcode auf der Lebensmittelverpackung scannen und die Bewertung der enthaltenen Dosierungen von beispielsweise Salz, Zucker, Fett, gesättigten Fettsäuren anzeigen. Die Verbraucher erhalten so beim Einkauf unabhängige Informationen für eine gesunde Ernährung. Eine grüne Anzeige bedeutet "geringer Gehalt", Gelb heißt "mittlerer Gehalt" und Rot "hoher Gehalt" des jeweiligen Nährstoffes in dem gescannten Produkt.
Datenerweiterung mit Crowdsourcing
Die Datenbank von barcoo umfasst bisher die wichtigsten Lebensmittel, soll aber stetig wachsen. Dazu können die Verbraucher selbst beitragen, indem sie fehlende Daten direkt eintragen. Mit diesem so genannten Crowdsourcing will barcoo schnell den umfangreichsten Überblick über unabhängige Lebensmittel-Informationen bieten.
Einfache Installation der barcoo-Anwendung
Den Barcode-Scanner kann man kostenlos installieren, indem man mit seinem Handy auf www.barcoo.com surft. Nutzer eines Google G1 oder des bald folgenden Vodafone Magic von HTC finden die Anwendung bequem im Android Market. Besitzer älterer Handy-Modelle erhalten die Lebensmittel-Ampel auch ohne Scan, wenn sie den Produktnamen oder die Barcodenummer eintippen.
Informationen zu weiteren Produkten
Bisher lieferte barcoo Verbrauchern unterwegs schon Testberichte, Preisvergleich, Benutzerbewertungen, Ökoinformationen und Wikipedia-Einträge zu Elektronikprodukten und Medien wie CDs, DVDs, und Bücher. Einige Handy-Modelle zeigen auch schon Geschäfte im Umkreis an, in denen das Produkt erhältlich ist. Zukünftig kommen beispielsweise Allergie- und Bioinformationen sowie Kochrezepte hinzu.
Weitere Informationen und Bildmaterial unter www.barcoo.com.
Die Emnid-Studie vom Januar 2009 finden Sie unter: http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/ampelkennzeichnung/foodwatch_umfrage/index_ger.html
Über barcoo:
Das Berliner Startup barcoo (www.barcoo.com) bietet kostenlos eine
Software, die Handys zum Barcode-Scanner macht. Damit können
Verbraucher im Geschäft über den Barcode auf der Verpackung
Informationen zum Produkt abrufen. Die drei Gründer Tobias Bräuer (29),
Martin Scheerer (28) und Benjamin Thym (28) kennen sich schon aus
Kindertagen in Tübingen. In Berlin haben sie sich nach Studium und ein
paar Jahren im Job wieder zusammengefunden, um barcoo zu gründen. Mit
der Entwicklung des Barcode-Scanners für das Handy wollen sie die
vorhandenen Produktinformationen allen Verbrauchern zugänglich machen.
Barcoo wird über das EXIST-Programm von der Europäischen Union und dem
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.
Pressekontakt:
Christian Soult
ConSoulting Unternehmenskommunikation
Kreuzbergstraße 10
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Tel. 030 / 26 32 32 37
Mobil: 0176 / 20 06 87 56
Email: Christian.Soult@ConSoulting.de
Email: Christian.Soult@barcoo.de