5 Argumente gegen das TTIP

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Photo von Marion
29.04.2014

Zurzeit verhandeln die EU und die USA über ein Freihandelsabkommen namens TTIP. Es soll den Handel zwischen den beiden Partnern erleichtern. So will die EU mehr Wachstum und Arbeitsplätze schaffen. Doch Kritiker befürchten, dass durch TTIP Verbraucherschutz und –rechte eingeschränkt werden. Wir stellen Dir ihre Argumente vor.

1. Konzerne am Verhandlungstisch

Neben Vertretern der Europäischen Kommission und der US-Regierung sind auch Lobbyisten großer Konzerne an den Verhandlungen über TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) beteiligt. In Europa sind die Regeln zum Verbraucherschutz viel strenger als in den USA, weshalb viele Konzerne ihre Produkte hier nicht verkaufen dürfen. Sie nutzen die Verhandlungen über TTIP, um diese Regeln abzuschaffen.

2. Gentechnik auf den Feldern

In der EU sind gentechnisch veränderte Lebensmittel verboten, solange nicht bewiesen ist, dass sie unschädlich sind. Wenn gentechnisch veränderte Zutaten in Lebensmitteln verarbeitet werden, muss das gekennzeichnet werden. Großen Konzernen wie Saatguthersteller Monsanto ist das schon lange ein Dorn im Auge. In den USA ist die Regelung nämlich weitaus lockerer. Sie wollen mit dem TTIP dafür sorgen, dass die EU keine strengeren Regeln als die USA haben darf.

3. Chlorhühnchen und Klonfleisch

In den USA wird Hühnchenfleisch mit Chlor desinfiziert. In der EU ist das seit 1997 verboten. Auch die bei uns verbotenen Wachstumsförderer werden dort in der Tierhaltung noch eingesetzt. Wenn es nach den großen Fleischproduzenten geht, soll sogar Fleisch von geklonten Tieren zukünftig ohne Kennzeichnung verkauft werden.

4. Schädliche Chemikalien in Kosmetik

Chemikalien müssen in der EU vor ihrer Markteinführung auf Gefahren überprüft werden. Einige Chemikalien, die von der EU als gefährlich eingestuft werden, sind in den USA erlaubt. Das TTIP sieht vor, dass ein Stoff, sobald er in den USA erlaubt ist, auch in der EU verkauft werden darf.

5. Nur große Konzerne profitieren

Durch das TTIP konkurrieren europäische und US-amerikanische Unternehmen um dieselben Kunden. Das wird zu starken Preissenkungen führen. Kleine Unternehmen und vor allem kleine Bauern- und Biohöfe werden dabei nicht mithalten können und schließen.

Was sagst Du?

Wir haben Dir einige Argumente gegen das TTIP vorgestellt. Findest Du diese Befürchtungen berechtigt oder denkst Du, dass die Verbraucher von dem Abkommen profitieren können? Diskutiere mit den barcoonauten in den Kommentaren.

Die Organisation Campact hat einen Appell gegen TTIP verfasst, den Du online unterzeichnen kannst.

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Quellen

taz.zeo2 (4.2014), Süddeutsche.de (9.2013), Attac (4.2014), ttip unfaihandelbar (4.2014), Bild: Fotolia © Brandex

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