DIESER Trick soll Dich vor Sonnenbrand schützen, doch ist er wirklich ungefährlich?

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 dsc2671 von Marcel
25.05.2016

Die Tage werden länger und heißer, damit steigt auch die Gefahr von Sonnenbrand. In den sozialen Medien wird derzeit Speiseöl als natürliches Sonnenschutzmittel empfohlen. Doch ist das wirklich empfehlenswert oder vielleicht sogar gefährlich?

Mit Kokosnussöl an den Strand?

Im Internet und in den sozialen Medien tauchen vermehrt Berichte darüber auf, inwieweit verschiedene Speiseöle als Ersatz für Sonnencreme gelten können. Sie sollen durch ihre natürlichen Wirkstoffe die Haut schonen und die Poren nicht verstopfen. Andererseits existieren kaum wissenschaftliche Studien darüber, ob und wie genau diese Öle unsere Haut vor UV-A- und UV-B-Strahlen schützen können. Die bisher veröffentlichten Tests lassen jedoch keine allzu große Hoffnung aufkommen.

stewie_griffin_sonnenbrand Quelle: Giphy

Welchen Schutz bieten Speiseöle?

Auf den Schutz durch Olivenöl und Co. kannst Du Dich nicht wirklich verlassen. Studien haben gezeigt, dass Kokosnussöl, Erdnussöl, Lebertran und Senföl fast 100 Prozent der Sonnenstrahlen durchlassen und damit überhaupt keinen Schutz bieten. Olivenöl soll einen Lichtschutzfaktor (LSF) von 7 haben und rettet Deine Haut damit auch nicht wirklich vor den gefährlichen Sonnenstrahlen.

Außerdem können sich bei längerer Lagerung Bakterien in den Ölen bilden können, die wiederum Infektionen auslösen, wenn wir sie auf offene Wunden auftragen. Zudem vermischt sich das Öl nicht mit unserem Schweiß, sodass der Ölfilm nicht bestehen bleibt, sondern aufreißt, wenn wir anfangen zu schwitzen – was bei einem Sonnenbad sehr wahrscheinlich ist.

frau_strand_schirm_schattenFoto: “watching by, palolem” von nevil zaveri, CC BY 2.0

Also doch zurück zur klassischen Sonnencreme?

Durch den geringen LSF eignen sich die meisten Speiseöle nicht wirklich als Ersatz für richtige Sonnencremes. Außerdem reagiert jeder Mensch anders auf die Öle, weshalb Du Dir nie sicher sein kannst, wie sehr Du geschützt bist. Im Zweifelsfall solltest Du also lieber auf normale Sonnencremes zurückgreifen und das Öl für seinen ursprünglichen Zweck nutzen, als Hautkrebs zu riskieren!

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Quellen

stylingqueens (5.2016), speiseoele (5.2016)

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