Gentechnik in Bio-Babynahrung?

Photo von Marion
08.10.2013

Viele Eltern legen Wert darauf, ihren Kindern keine gentechnisch veränderten Lebensmittel zu geben. Darum greifen sie zu Bio-Babynahrung. Doch das ZDF-Magazin WISO fand jetzt in mehreren Gläschen gentechnisch verändertes Gemüse.

Was wurde gefunden?

In der Stichprobe untersuchte WISO Bio-Babynahrung verschiedener Anbieter und fand in Produkten von Demeter und Hipp Spuren sogenannter CMS-Hybride. CMS steht für “cytoplasmatisch-männliche Sterilität”, ein Gen, das verhindert, dass sich Pflanzen selbst bestäuben.

Einige Pflanzen (z.B. Kohlsorten) enthalten dieses Gen von Natur aus. Es kann aber auch durch Zellfusion (Verschmelzung zweier Zellen) auf andere Pflanzen, wie Brokkoli, übertragen werden. Die so veränderten Pflanzen nennt man dann CMS-Hybride.

Reaktionen der Hersteller

Gesetzlich sind CMS-Hybride auch im Bio-Anbau erlaubt. Bioverbände wie Demeter und die Firma Hipp werben aber mit strengeren Richtlinien, in denen die Verwendung von CMS-Hybriden verboten ist.

Die Hersteller reagierten auf den ZDF-Bericht. Demeter nahm das betroffene Produkt aus dem Handel. Hipp besteht darauf, dass “im Anbau keine CMS-Gemüsesorten zum Einsatz kommen”. Beide betonen, dass die Babynahrung gesundheitlich unbedenklich sei.


Betroffene Produkte

Quellen

ZDF WISO (10.2013) taz.de (10.2013)

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