Mit gepanschten Weinflaschen zum Millionär

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Photo von Andy
14.08.2014

Der namhafte Weinhändler Rudy Kurniawan hat mit dem Verkauf von seltenen Weinflaschen zig Millionen verdient – leider nicht immer ganz legal. Jetzt ist der Schwindel aufgeflogen, mit drastischen Folgen für ihn.

Erst Millionär, dann Knast

Ein bekannter Weinhändler wurde jetzt in den USA zu 10 Jahren Haft verurteilt, weil er einigen der reichsten Menschen des Landes vermeintlich seltene Weine verkauft hat.

Wie hat er das gemacht? Ganz einfach: Er nahm Reste von alten Weinflaschen, mischte sie zusammen, beschriftete die Flaschen mit falschen Etiketten und verkaufte sie für Unsummen auf Weinmessen an Superreiche. Auf diese Weise verdiente er Millionen von Dollar und machte sich einen Namen unter Weinkennern.

Nun ist der Schwindel leider aufgeflogen. Rudy Kurniawan wurde von einem New Yorker Gericht zu 10 Jahren Haft und insgesamt 48 Millionen Dollar Strafe verdonnert.

Was sagt das über die Qualität der Weine?

Ob seine Kunden den Unterschied zu richtigem Qualitätswein überhaupt herausgeschmeckt haben, konnten wir leider nicht herausbekommen. Im Übrigen weiß die Polizei in den USA bislang noch nicht so recht, was sie mit den beschlagnahmten Weinflaschen anfangen soll.

Was sagst Du?

Sind 10 Jahre Haft übertrieben? Ob Weinkenner den Unterschied zu richtigen Weinen überhaupt herausfinden würden?

Quellen

New York Times (8.2014), Bild: The smell of the portuguese wine von Pedro Ribeiro Simões, CC BY 2.0

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